Jul 04 2013

„Wer im Internet mitmacht, muss sich nicht über Überwachung wundern!“

Ich den letzten Wochen wurde viel über Überwachung in den Medien gesprochen. Ausgelöst wurde diese Diskussion durch die sehr mutige Entscheidung des Whistleblower und ehemaligen US-Geheimdienstlers Edward #Snowden.

In dieser Diskussion wird vielfach das Argument vorgetragen, dass man sich ja nicht wundern müsse, wenn die Kommunikation im Internet von den Geheimdiensten bespitzelt und belauscht wird. Die Leute würden ja auch  zB bei Facebook, Twitter und so auch viel zu viel von sich preis gäbe.
Der Aspekt der Illegalität und Widerwärtigkeit wird hierbei ausser Acht gelassen.
Wer nicht bestohlen werden will, sollte halt kein Geld haben.

Vielfach wird in den Medien – und dort insbesondere von Leuten für die das Internet #Neuland ist – darauf verwiesen, dass man statt mit Mail, ja auch unbelauscht mit dem guten alten Brief (Snailmail) kommunizieren könne.

Interessant hierzu die Meldung (z.B. im Spiegel vom 04.07.2013), dass in den USA 160 Milliarden (160.000.000.000) Briefe bezüglich Absender- und Empfängerangaben eingescannt werden. Analoges #VDS sozusagen. Von einer Rechtsgrundlage habe ich derzeit noch nichts gelesen – mag in den USA ja auch entbehrlich sein.

Gestartet haben soll dieser Wahnsinn damals mit den vergifteten Anthrax-Briefen im Jahre 2001.
Nebenbei wurde zu dieser Vorratsdatenspeicherung auch noch anscheinend heimlich das Recht geändert.
In Notfällen oder bei Auslandsspionage – so heißt es – kann seitdem angeblich auch ohne einen richterlichen Beschluss der Brief selbst geöffnet werden.

Die Anthrax-Brief zogen fünf bedauerliche Todesfälle nach sich.
Diese Fürsorge würden sich manche Hinterbleiben von Opfern durch Waffengewalt in den USA wünschen.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://www.wallinet.de/blog/2013/07/wer-im-internet-mitmacht-muss-sich-nicht-uber-uberwachung-wundern/

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Social Widgets powered by AB-WebLog.com.